Ich baue digitale Dinge nach ein paar Überzeugungen, die ich nicht verhandle. Sie verbinden die Werte des offenen Webs mit der Haltung des Agile Manifesto — nicht als Methoden-Dogma, sondern als Arbeitsethik.
Grundwerte
1. Software ist für die Menschen da. Ich baue Werkzeuge, die Menschen befähigen und ihnen dienen — keine Plattformen, die sie einsperren, vermessen oder ausbeuten. Das Interesse der Kundin kommt zuerst, immer vor meinem eigenen.
2. Deine Daten gehören dir. Ich entwerfe Systeme, in denen Daten anwendungsagnostisch und vollständig portabel sind. Keine Burggräben, kein Lock-in. Du sollst deine Informationen jederzeit mitnehmen, migrieren und besitzen können.
3. Privatsphäre und Sicherheit sind nicht verhandelbar. Sie sind keine Features, die man gegen Aufpreis dazuschaltet, sondern die Grundlage jeder Zeile Code.
4. Freie und quelloffene Software ist das Fundament des Vertrauens. Sie macht die Werte oben überprüfbar statt behauptet.
5. Qualität ist Respekt. Funktion, Verlässlichkeit, Bedienbarkeit und Performance sind keine Kür, sondern die Form, in der sich Respekt vor den Nutzenden ausdrückt.
Wie ich arbeite
In Anlehnung an die zwölf Prinzipien des Agile Manifesto, übersetzt in meine Praxis:
- Früh und stetig liefern. Lieber kleine, funktionierende Stände als das große Versprechen, das nie kommt.
- Änderungen sind willkommen — auch spät. Eine Website ist ein lebendiges Ding, kein Denkmal.
- Nah an den Menschen, für die ich baue. Regelmäßiges Gespräch schlägt das dicke Lastenheft.
- Einfachheit — die Kunst, möglichst wenig zu bauen — ist die wichtigste Disziplin.
- Funktionierende Software ist das Maß des Fortschritts, nicht Folien und Statusberichte.
- Ein Tempo, das man dauerhaft halten kann. Nachhaltigkeit gilt auch für Menschen, nicht nur für Server.
- Technische Exzellenz und gutes Design machen Software wandelbar statt starr.
- Regelmäßig innehalten und justieren. Was nicht funktioniert, wird verändert — am Werkzeug wie an der Arbeitsweise.
Und warum
Ich komme aus der Philosophie und der Kulturanthropologie, mit einem Schwerpunkt in Science & Technology Studies. Das heißt: Ich glaube nicht, dass Technik neutral ist. Jedes System trifft Entscheidungen darüber, was Menschen können, sehen und besitzen. Ich versuche, diese Entscheidungen bewusst und zugunsten der Menschen zu treffen — und nicht zugunsten der Plattform.